Die deutsche Herren Nationalmannschaft hat ihre Erfolgsserie bei der Europameisterschaft im polnischen Walbrzych fortgesetzt. Im vierten Spiel der Vorrundengruppe A sicherte man sich am Dienstag Abend gegen das Team aus Italien mit 81:72 (25:19/42:32/65:52) den nächsten Sieg. Dabei punkteten mit Aliaksandr Halouski (29), Thomas Böhme (27) und Dirk Passiwan (20) erneut drei Spieler zweistellig.

Das Team Germany ging nach dem überraschenden Erfolg der Italiener gegen den Gastgeber Polen das Spiel hochkonzentriert und mit der nötigen Menge Respekt an. Beide Mannschaften starteten die Partie zunächst ausgeglichen, bevor es der deutschen Auswahl mit dem Ende des ersten Viertels erstmals gelingen sollte, sich über das 15:11 (Min 7) und das 21:16 (Min 10) etwas abzusetzen. Mit einer aggressiven und wachen Defense stellte das Team Germany die Italiener dann zunehmend vor Probleme und setzte das Aufbauspiel des Gruppengegners gekonnt unter Druck. Erzwungene Ballverluste und dich sich daraus bietenden Chancen nutzten die ING Korbjäger geschickt, um über das 31:23 (Min 13) und das 35:25 (Min 15) dann erstmals ein zweistelliges Polster zwischen sich und die Rollis aus Italien zu bringen. Beim Stand von 42:32 ging es in die Halbzeitpause.

Zurück auf dem Parkett versuchte Italien nun, das Team Germany höher zu verteidigen und dadurch das Aufbauspiel der deutschen Auswahl zu stören. Davon ließen sich die Mannen von Nicolai Zeltinger jedoch nicht beirren. Unter dem Korb wusste man die sich bietenden Chancen gekonnt zu nutzen und seinerseits dem Gegner keine leichte Optionen im Angriff zu bieten. So baute das Team Germany Punkt für Punkt die Führung über das 65:50 (Min 30) bis zum 73:55 (Min 34) aus. Kurz vor Schluss machte es die deutsche Auswahl dann nochmal spannend und ließ mit dem 78:72 (Min 39) die Hoffnungen der Italiener nochmal aufkommen. Doch die ING Korbjäger blieben cool und holten sich am Ende mit 81:72 den verdienten Erfolg.

„Es war das erwartet schwere Spiel gegen Italien. Nach dem Sieg über Polen haben sie auch gegen uns gezeigt, was sie können und das sie ein unangenehmer Gegner sind. Vor allem unsere Offense hat das heute überragend gemacht und hochprozentig getroffen. Jetzt sind wir happy, dass wir morgen gegen Großbritannien um den Gruppensieg mitspielen können. Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Partie“ so Headcoach Nicolai Zeltinger.

Hochball gegen den bislang ebenfalls ungeschlagenen Titelfavoriten aus Großbritannien ist am morgigen Mittwoch um 14:30 Uhr.

Deutschland: Aliaksandr Halouski (29), Thomas Böhme (27), Dirk Passiwan (20), Andre Bienek (5), Matthias Güntner, Jan Haller, Nico Dreimüller, Alexander Budde, Jens Eike Albrecht, Jan Sadler, Phillip Schorp, Christopher Huber

Italien: Ahmed Raourahi (4), Marco Stupenengo (7), Fabio Raimondi (8), Giulio Maria Papi (17), Sabri Bedzeti (16), Domenico Miceli (8), Claudio Spanu, Francesco Santorelli, Failippo Carossino (9), Andrea Giaretti, Jacopo Geninazzi (3), Enrico Ghione

Spielplan Team Germany Vorrunde

Samstag, 31. August 2019
16.45 Uhr Österreich – Deutschland 19:75
Sonntag, 1. September 2019
18.30 Uhr Deutschland – Polen 79:71
Montag, 2. September 2019
19 Uhr Schweiz – Deutschland 42:80
Dienstag, 3. September 2019
18.30 Uhr Deutschland – Italien 81:72
Mittwoch, 4. September 2019
14.30 Uhr Großbritannien – Deutschland 0:0

 

Kader Herren Nationalmannschaft

Phillip Schorp 1993 1.0 Rhine River Rhinos
Nico Dreimüller 1997 2.0 RSV Lahn Dill
Jens Eike Albrecht 1991 3.0 RSB Thuringia Bulls
Christopher Huber 1995 1.0 RSV Lahn Dill
Andre Bienek 1986 3.0 RSB Thuringia Bulls
Alexander Budde 2000 3.5 Hannover United
Jan Haller 1988 2.0 Hannover United
Dirk Passiwan 1976 4.5 Doneck Dolphins Trier
Aliaksandr Halouski 1987 4.5 RSB Thuringia Bulls
Thomas Böhme 1991 3.0 RSV Lahn Dill
Matthias Güntner 1998 4.5 Rhine River Rhinos
Jan Sadler 1993 3.0 Hannover United

 

Headcoach Nicolai Zeltinger
Co-Trainer Martin Kluck, Paul Bowes
Teammanager Eike Gössling
Mannschaftsarzt Sascha Kluge
Physiotherapeutin Cornelia Freitag, Lena Weins
Athletiktrainer Dirk Lösel
Sportpsycholgie Dafni Bouzikou
Video-Coach Björn Lohmann
Techniker Rene Dietsch

 

Foto: Werner Schorp