In wenigen Tagen steht der zweite Saison-Höhepunkt für das Team Germany Rollstuhlbasketball an. Wenn am Freitag im polnischen Walbrzych der Hochball für die diesjährige Europameisterschaft der Herren fällt, geht es für die deutsche Auswahl unter anderem um eines der begehrten Tickets für die im nächsten Jahr anstehenden paralympischen Spiele 2020 in Tokyo.

In der Aqua-Zdroj Arena im Aktywnego Zentrum Walbrzych kommt es an insgesamt 10 Spieltagen vom 30. August bis zum 8. September zum Schaulaufen der europäischen Elite des internationalen Rollstuhlbasketball. Das Team Germany trifft dabei in der Vorrundengruppe A auf die Schweiz, Österreich, Italien, Gastgeber Polen sowie den amtierenden Weltmeister und Vize-Europameister aus Großbritannien. Vor allem die Duelle mit Italien, Polen und den starken Briten dürften entscheidende Schlüsselspiele in der Vorrunde für die Auswahl von Nicolai Zeltinger sein. „Wir möchten uns eine gute Ausgangsposition für das Viertelfinale erarbeiten. Die Mannschaft ist in einem sehr guten Zustand. Jeder einzelne hat in der Vorbereitung ehrgeizig, hochmotiviert und akribisch gearbeitet“ so der Headcoach. Die ersten vier einer jeden Gruppe treten dann im Viertelfinale im Crossover Modus gegeneinander an.

Die zweite Vorrundengruppe B setzt sich aus den Teams aus Spanien, Holland, Frankreich, Israel, Russland sowie dem Europameister aus 2017 Türkei zusammen.
Eröffnet wird das Turnier am Freitag Abend um 18 Uhr mit der Partie des Gastgebers gegen die Schweiz. Für die deutsche Auswahl wird es dann am Samstag um 16:45 Uhr erstmals Ernst. Auftaktgegner für die ING Korbjäger ist das Team aus Österreich, welches erstmals seit 20 Jahren wieder in der Division A, der höchsten internationalen Spielklasse, an den Start geht.

„Insgesamt glaube ich, dass wir sieben bis acht Teams haben, die sich berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Paralympics machen dürfen. Neben Großbritannien, Italien, Polen, Spanien, den Niederlanden und der Türkei zähle ich auch uns zu diesem Kreis dazu. Wenn am Ende sieben von acht Viertelfinalisten ganz oben mitmischen können wird es auch darum gehen, wie man sich während des Turniers entwickelt. Natürlich kommt es dann auch auf die jeweilige Tagesform an, denn ich denke, an einem guten Tag kann dabei jeder jeden schlagen. Es wird keine leichte, aber eine machbare Aufgabe für uns werden. Wir gehen selbstbewusst ins Turnier, haben eine enorm starke Teamchemie und klar definierte Rollen. Wir freuen uns darauf, wenn es am Samstag endlich los geht“ blickt Nicolai Zeltinger voraus.

Um sich für die Paralympics in Tokyo zu qualifizieren, muss das Team Germany in jedem Fall das Halbfinale erreichen. Denn nur die ersten vier Mannschaften lösen das Ticket für die Spiele in Fernost.

Der Eintritt an allen Tagen ist frei. Die Spiele werden via Livestream auf YouTube übertragen. Alle weiteren Infos sowie den kompletten Spielplan finden Sie auf https://www.ecma2019.pl/en/news/

 

Spielplan Team Germany Vorrunde

Samstag, 31. August 2019
16.45 Uhr Österreich – Deutschland 0:0
Sonntag, 1. September 2019
18.30 Uhr Deutschland – Polen 0:0
Montag, 2. September 2019
19 Uhr Schweiz – Deutschland 0:0
Dienstag, 3. September 2019
18.30 Uhr Deutschland – Italien 0:0
Mittwoch, 4. September 2019
14.30 Uhr Großbritannien – Deutschland 0:0

 

Kader Herren Nationalmannschaft

Phillip Schorp 1993 1.0 Rhine River Rhinos
Nico Dreimüller 1997 2.0 RSV Lahn Dill
Jens Eike Albrecht 1991 3.0 RSB Thuringia Bulls
Christopher Huber 1995 1.0 RSV Lahn Dill
Andre Bienek 1986 3.0 RSB Thuringia Bulls
Alexander Budde 2000 3.5 Hannover United
Jan Haller 1988 2.0 Hannover United
Dirk Passiwan 1976 4.5 Doneck Dolphins Trier
Aliaksandr Halouski 1987 4.5 RSB Thuringia Bulls
Thomas Böhme 1991 3.0 RSV Lahn Dill
Matthias Güntner 1998 4.5 Rhine River Rhinos
Jan Sadler 1993 3.0 Hannover United

 

Headcoach Nicolai Zeltinger
Co-Trainer Martin Kluck, Paul Bowes
Teammanager Eike Gössling
Mannschaftsarzt Sascha Kluge
Physiotherapeutin Cornelia Freitag, Lena Weins
Athletiktrainer Dirk Lösel
Sportpsychologie Dafni Bouzikou
Video-Coach Björn Lohmann
Techniker Rene Dietsch
 

Foto: Uli Gasper